Filmabend mit Diskussion: „Schau mich nicht so an“

24.04.2018 | 19:00-20:30

Bianca Villunger

Regie: Uisenma Borchu, Drama, Deutschland/Mongolei 2015; ca. 88 Min.

Inhalt: Uisenma Borchu schildert einen erotischen Machtkampf zwischen zwei jungen Großstadtfrauen. Im Ablehnungsbescheid der Förderer bekam sie gesagt, der Film sei „zu weiblich, zu sexuell, zu radikal“. Iva und Hedi leben ein ziemlich freies Leben, die eine zieht allein ein Kind groß, beide nehmen sich manchmal zum Sex einen Mann mit nach Hause und schicken ihn dann kühl wieder weg, beide sind Nachbarinnen und offenbar ohne größere finanzielle Sorgen. Irgendwann gehen Iva und Hedi miteinander ins Bett und sind eine Weile glücklich miteinander. Dann taucht der Vater von Iva auf, und Hedi probiert ihre Macht aus, indem sie mit dem grummeligen alten Herrn eine Affäre anfängt. In kommentarlos eingestreuten Traumbildern sieht man Hedi zwischendurch in der Mongolei herumspazieren. Ein mongolisches Großmütterchen warnt sie: „Hör auf zu spielen.“ (Spiegel online 2016; Wolfgang Höbel)